Krampfadern im Leistungssport –
Ursache für reduzierte Maximalbelastung und verlangsamte Regeneration der Beinmuskulatur
Insbesondere Schnellkraftsportarten mit hoher Beinmuskelbelastung, wie z. B. Rennradfahren, Fußball, Handball, Diskus und Kugelstoßen profitieren von einer Sanierung vorhandener Krampfadervenen auch leistungsphysiologisch.
Pathophysiologie der Stammvaricosis im Kapillarbereich – der Sauerstoffdruck ist vergleichbar dem Raucherbein! Die Krampfadern bewirken durch den pathologischen Rückfluss des venösen Blutes in die Unterschenkelvenen eine erhebliche venöse Druckerhöhung gerade im Unterschenkel. Diese sog. Venöse Hypertonie wirkt sich ausgesprochen ungünstig auf die Gefäßendstrombahn (Venolen, Kapillaren, Arteriolen) aus.
Es entstehen trophisch gestörte Hautbezirke mit pathologischen Gefäßveränderungen. Die Kapillaren sind erweitert und vermehrt geschlängelt. Aus den geschädigten Kapillaren tritt vermehrt eiweißreiche Flüssigkeit (führt zu Ödemen) , die Kapillarwände werden auch durchlässig für zelluläre Strukturen (Erythrozyten, Thrombozyten), der arterielle Druck in den Kapillaren erreicht extrem niedrige Werte, die vergleichbar sind mit einem schweren Raucherbein!
Damit verlängert sich die Sauerstoffaustauschzeit erheblich und der sog, „Virchow-Trias“: einer verlangsamten Blutzirkulation, einer erhöhten Gerinnbarkeit des Blutes und Schädigung der Gefäßinnenwände. Dies hatte z. B. auch bei Diskusweltmeister Robert Harting schon zur Entwicklung von lokalen Venenentzündungen (-thrombosen) geführt. Die langsamere Erholungszeit des Muskels, wie von Harting eindrucksvoll beschrieben, ist eindeutig auf den niedrigen Sauerstoffaustauschzeit zurück zu führen. Für den Hochleistungssportler ergeben sich sowohl im täglichen Trainingsbetrieb, als auch bei Wettkämpfen daraus Leistungsnachteile, die gerade im Hochleistungssport über Gold und Silber entscheiden können!

